Musikalischer Bogen ist weit gesteckt 

Große Bandbreite beim 16. Bühler Bluegrass-Festival

 

Foto: Amanda Rowan

 

Von Oldtime und traditionellem Bluegrass bis hin zu Einflüssen aus Folk, Rock und Punk ist der musikalische Bogen bei der 16. Auflage des Internationalen Bühler Bluegrass-Festivals

weit gesteckt. „Wir wollen eine große Bandbreite zeigen“, sagt der künstlerische Leiter Patrick Fuchs, der seit 2016 für die Auswahl der Bands des jährlichen Festivals zuständig ist und diese Aufgabe von seinem Vater Walter Fuchs übernommen hat. Die Bands, die am 11. und 12. Mai auf der Bühne stehen werden, hat Fuchs alle schon persönlich erlebt.

 

Wenn die Stadt Bühl, die das Festival auch veranstaltet, zum „Bluegrass-Fenster“ wird, präsentieren sich darin sowohl Musiker aus Europa als auch aus Übersee. Mit dem Auftakt am Freitagabend soll unter dem Motto „Bluegrass unter Hebebühnen“ auch ein jüngeres Publikum angesprochen werden. Der Erfolg im vergangenen Jahr hat, so Fuchs, gezeigt, dass die Atmosphäre in der Halle des Hauptsponsors, der Firma Josef Oechsle, genau die richtige ist, um junge Leute anzuziehen. Perfekt zu diesem Abend passt die Oldtime-Power von „Pert Near Sandstone“ aus Minnesota. Denn der Energie und dem stampfenden Rhythmus der Gruppe könne man sich als Zuhörer nur schwer entziehen. Die zweite Band des Abends, „Murder Murder“ aus Kanada, bewegt sich zwischen Bluegrass, Punk und Alternative Country – mal im vertrauten Bluegrassharmoniegesang, mal mit rauer Rockballadenattitüde. Zwischen ironischer Countryschnulze und Highspeedbluegrass mit Schlagzeugunterstützung wird laut Fuchs so ziemlich alles geboten, was das Publikum elektrisiert.

 

Nach den Open-Air-Auftritten am Festivalsamstag (ab 11.30 Uhr, Johannesplatz, bei freiem Eintritt) verspricht das Abendprogramm im Bürgerhaus Neuer Markt (ab 17 Uhr) Konzertatmosphäre. Das multinationale Trio „St. Beaufort“, 2013 in Berlin gegründet, wartet mit Oldtime, Folk, Americana und Bluegrass auf. Nach dem großen Erfolg von „Curly Strings“ aus Estland im vorigen Jahr gastiert eine weitere Band aus Nordeuropa in Bühl: Die fünf Musiker von „Ila Auto“ aus der norwegischen Hauptstadt Oslo haben eigene Lieder in ihrer Landessprache, aber auch traditionelle englischsprachige Bluegrass-Songs im Repertoire.

 

Dass das Bühler Bluegrass-Festival Generationen vereint, zeigen die weiteren Verpflichtungen: Da ist zum einen die erst 26-jährige Sierra Hull, zum anderen die lebende Legende Peter Rowan aus Massachusetts, die sich mit 75 Jahren nochmals auf den Weg nach Europa macht. Der erfahrene Gitarrist und Songwriter, einst Mitglied der legendären „Bluegrass Boys“ des Bluegrass-Gründervaters Bill Monroe, ist an der Seite der italienischen Band „Red Wine“ zu erleben.

 

Die Karten für das Bühler Bluegrass-Festival kosten 17 Euro (Freitag) beziehungsweise 35 Euro (Samstag) und sind erhältlich über die Tickethotline des Bürgerhauses Neuer Markt, 07223/9316799, sowie unter www.eventim.de (zuzüglich Verkaufs- und Systemgebühren).

Weitere Informationen stehen auch im Internet unter www.buehl.de.

 

Matthias Buschert

 Stadt Bühl

04.05.2018 | 139 Aufrufe

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